Der Pass - das Konzept

Vorgeschichte

Die ehemalige Gesellschaft für technische Ausbildung (GTA), Gründerorganisation des Abendtechnikums in St.Gallen, startete zusammen mit der NTB Studienstiftung im Jahr 2008 eine Initiative zur Förderung des Interesses der Jugendlichen an technischen Berufen. Dabei wurde ein Ausbildungspass entworfen, in den Schüler und Schülerinnen die Teilnahme an Technikschnuppertagen sowie Besuche von technikverbundenen Anlässen und Vorträgen eintragen lassen können.

Idee

Mit dem Projekt will man den Jugendlichen zeigen, wie technische Alltagsgegenstände, wie Strassenbeleuchtung, Kaffeemaschinen, Signalübertragung und Verpackungen entwickelt, hergestellt und gesteuert werden. Die Auseinandersetzung mit der Technik soll sich nicht nur auf die Anschaffung und Anwendung beschränken. Das Wissen der zugrunde liegenden naturwissenschaftlichen Gesetze soll gestärkt werden. Als Folge wird die Neugierde geweckt, mehr darüber zu erfahren, wie technische Geräte zusammengebaut werden. Techniken wie Löten, Bohren, Konstruieren, Fräsen und Verschrauben möchte man selbst ausprobieren. Ist die Freude an diesen Arbeiten geweckt, und sieht man wie interessant, vielseitig und abwechslungsreich technische Entwicklungen sind, kann man sich besser vorstellen, in einem technischen Beruf zu arbeiten. Als Folge wird der Weg zur technischen Lehre ernsthaft in Betracht gezogen.

Der Ausbildungspass soll Schülerinnen und Schüler auf freiwilliger Basis die Gelegenheit geben, erste Erfahrungen mit verschiedenen Techniken in ungezwungener Atmosphäre zu machen und ohne dass sie sich auf einen bestimmten Beruf festlegen müssen. Die Einträge in den Pass animieren zur mehrfachen Teilnahme und dokumentieren die Eigeninitiative und das Interesse des Teilnehmers und der Teilnehmerin. Als Belohnung soll ein vollständig durchlaufener Zyklus bei der Lehrstellenbewerbung positiv bewertet werden.

Mitte 2010 zeigte sich, dass die GTA aus organisatorischen Gründen ihre Beteiligung aufgeben musste. An ihrer Stelle konnte die Unterstützung der Industrie und Handelskammer St.Gallen-Appenzell gewonnen werden. Dadurch erhält der Ausbildungspass einen prominenten und wichtigen Stellenwert. Die Organisation sieht nun folgendermassen aus: Die IHK St.Gallen-Appenzell übernimmt das Patronat und damit auch einen Teil der Kosten, für die Durchführung der Anlässe sind die regionalen Arbeitgeberverbände zuständig.

Ablauf einer Durchführung

Ein Zyklus des Ausbildungspasses läuft in drei Phasen ab.

  • Organisierte Workshops
  • Freiwillig besuchte Veranstaltungen
  • Informations-Apéro